FasterFiles

Skriptsteuerung von FasterFiles

Mit der Programmversion FasterFiles Pro CL können Sie Aktionslisten nicht nur über HotKeys und Tastenkombinationen aufrufen sondern auch mit Batch-Befehlen steuern - zum Beispiel aus Skripten, der Kommandozeile oder aus externen Programmen heraus. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, wie das geht.

Batch-Aktionsliste erstellen

Zunächst benötigen Sie eine Aktionsliste, in der die Aktionen gespeichert sind, die Sie über Ihr Skript oder den Batch-Befehl ausführen möchten. Dazu können Sie einfach eine beliebige neue Aktionsliste wie üblich im Programm anlegen oder eine vorhandene Liste von Aktionen verwenden, die Sie schon in FasterFiles angelegt haben.

Um Ihre vorhandene oder frisch erstellte Aktionsliste nun über ein Skript auszuführen haben Sie zwei verschiedene Möglichkeiten:

Die zweite Möglichkeit hat den Vorteil, dass Sie Ihre Aktionsliste sowohl über die graphische Benutzeroberfläche als auch gleichzeitig über Skripte nutzen können sodass Änderungen an den Aktionen zentral durchgeführt werden können und dann gleichzeitig auf allen Ebenen wirksam werden ohne mehrere Ressourcen parallel pflegen zu müssen. Die erste Methode dagegen hat den Vorteil, dass die Liste unabhängig wird und so zum Beispiel leichter weitergegeben werden kann oder auch gar nicht mehr als HotKey in FasterFiles existieren muss, um sie dennoch immer noch über Skripte ausführen zu können.

Methode A: Aktionslistendatei direkt ausführen

Da in FasterFiles erstellte Aktionslisten innerhalb von HotKey-Dateien (Dateiendung FFHK, Faster Files Hot Keys) gespeichert werden, müssen wir unsere Aktionsliste zunächst aus FasterFiles exportieren, um diese als eigenständige Datei zu erhalten.

Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Aktionsliste und wählen Sie "Exportieren" aus dem Kontextmenü. Damit können Sie die Liste als eigenständige Datei mit der Endung FFAL (Faster Files Aktions Liste) speichern.

Angenommen, wir haben nun eine Aktionsliste unter dem Namen "aktionsliste.ffal" abgespeichert und möchten diese über ein Batch-Skript aufrufen und ausführen. Dazu legen wir eine Textdatei mit der Endung BAT an und schreiben folgenden Inhalt hinein:

@echo off
start FasterFiles.exe -cl aktionsliste.ffal
exit

Die wichtigste Zeile ist die zweite. Um FasterFiles über ein Skript zu steuern, übergeben wir als erstes den Parameter "-cl" (dieser steht für "command line mode") und anschließend den Pfad zur Aktionsliste in Form unserer FFAL-Datei. Falls diese Datei nicht im selben Verzeichnis wie die EXE von FasterFiles liegt, müssen wir den kompletten Pfad zu der Datei angeben, also zum Beispiel "FasterFiles.exe -cl C:\Ordner\Aktionsliste.ffal". Alternativ können wir statt dem Parameter "-cl" mit gleicher Wirkung übrigens auch "-batch" schreiben.

Wenn wir nun auf unsere Batch-Datei klicken, startet FasterFiles automatisch unsichtbar im Hintergrund und führt die angegebene Aktionsliste aus.

Methode B: Aktionsliste aus einem HotKey heraus ausführen

Wenn Sie Ihre Aktionsliste nicht exportieren möchten und weiterhin über die graphische Benutzeroberfläche von FasterFiles pflegen und ändern möchten (zum Beispiel weil Sie die gleiche Aktionsliste sowohl über HotKeys als auch über Skripte nutzen möchten), können Sie Ihre Aktionsliste auch direkt aus einer HotKey-Datei (Dateiendung FFHK, Faster Files Hot Keys) heraus ausführen.

Dafür benötigt FasterFiles drei Angaben: Den Namen des HotKeys sowie den Namen einer darin enthaltenen Aktionsliste, die ausgeführt werden soll, sowie die FFHK-Datei in der alles gespeichert ist. Den Pfad zur HotKey-Datei finden Sie im Infofeld rechts neben der HotKey-Liste, nachdem Sie den betreffenden HotKey in der Liste angeklickt haben. Um den Pfad nicht händisch abtippen zu müssen, können Sie den Pfad auch einfach mit einem Rechtsklick auf die Pfadangabe über FasterFiles in die Zwischenablage kopieren.

Die HotKey-Datei kann einfach so als solches übergeben werden während die beiden anderen Informationen über die Parameter "hk" und "al" übergeben werden, wie der folgende Beispielaufruf demonstriert:

FasterFiles.exe -cl HotKeys.ffhk hk=HotKey al=Aktionsliste

Mit dieser Zeile führen wir die Aktionsliste mit dem Namen "Aktionsliste" aus, die dem HotKey mit dem Namen "HotKey" zugeordnet ist und innerhalb der Datei "HotKeys.ffhk" gespeichert ist. Die Bezeichnungen aus unserem Beispiel wurden natürlich nur in dieser Weise benannt, um das Beispiel klarer zu machen. Natürlich können Sie in der Praxis auch beliebige eigene Namen vergeben beziehungsweise genau die Namen nehmen, die Sie auch schon über die graphische Benutzeroberfläche nutzen.

Statt den beiden einzelnen Parametern "hk" und "al" können Sie alternativ auch die folgende Kurzform verwenden:

FasterFiles.exe -cl HotKeys.ffhk HotKey/Aktionsliste

Diese Zeile entspricht inhaltlich exakt der Zeile aus unserem Beispiel zuvor. Statt den Namen des HotKeys und der Aktionsliste über die beiden einzelnen Parameter anzugeben, haben wir hier jedoch die Kurzschreibweise "HotKeyName/AktionslistenName" verwendet, welche ebenfalls zum Aufruf der betreffenden Aktionsliste aus dem angegebenen HotKey führt.

Mehrere Batch-Aktionslisten ausführen

Übrigens können wir nicht nur eine Aktionsliste gleichzeitig über die Befehlszeile ausführen. Wenn wir mehrere Aktionslisten hintereinander ausführen möchten, können wir diese einfach hintereinander als weitere Parameter an das Programm übergeben - also zum Beispiel so:

FasterFiles.exe -cl aktionsliste1.ffal aktionsliste2.ffal

Dieses Beispiel führt zunächst alle Aktionen aus, die in der Datei "aktionsliste1.ffal" gespeichert sind und anschließend die Aktionen aus der Datei "aktionsliste2.ffal".

Zielverzeichnis definieren

Ein zentrales Element bei der Nutzung von FasterFiles über die graphische Benutzeroberfläche ist das Zielverzeichnis. Dies kann zum Beispiel der aktuell im Explorer geöffnete Ordner sein, auf den sich dann eine Aktionsliste in beliebiger Weise dynamisch beziehen kann, wenn Sie über dem geöffneten Fenster den zugeordneten HotKey drücken.

Solch ein geöffnetes Verzeichnis gibt es in der GUI-losen Welt der Skripte und Kommandozeilenbefehle freilich nicht. Dennoch sind Sie auch hier nicht dazu gezwungen, jedes Ihrer Zielverzeichnisse gleich fest in Ihren Aktionslisten definieren zu müssen.

Stattdessen können Sie auch über die Skriptsteuerung beliebige Verzeichnisse als Zielverzeichnis definieren, die dann genau so genutzt werden können wie das Zielverzeichnis über die graphische Benutzeroberfläche. Der gewünschte Ordner kann einfach über den Parameter "targetdir" gesetzt werden:

FasterFiles.exe -cl aktionsliste.ffal targetdir=C:\Ordner

Hier definieren wir den Ordner "C:\Ordner" als Zielverzeichnis und führen die Aktionsliste "aktionsliste.ffal" aus. Jeder Bezug innerhalb dieser Aktionsliste auf das "Zielverzeichnis", wird damit auf den Ordner "C:\Ordner" gesetzt.

In den Aktionslisten können Sie dann mit diesem definierten Zielverzeichnis alles anstellen, was die Aktionen von FasterFiles hergeben - ganz so wie Sie es auch von der Benutzeroberfläche kennen: Sie können Dateien oder Ordner aus diesem Verzeichnis öffnen, kopieren, löschen, drucken oder in dieses Verzeichnis verschieben, Dateien oder Ordner in diesem Verzeichnis erstellen, das Verteichnis als Speicherort für Ihre Downloads verwenden und so weiter. Und das dynamisch für jedes beliebige Verzeichnis ohne die Aktionsliste selber ändern oder anpassen zu müssen.

Fehlermeldungen anzeigen oder ausblenden

Mit dem Parameter "errmsg" können Sie bestimmen, ob Fehlermeldungen (zum Beispiel über undefinierte Parameter oder Verweise auf fehlende Dateien oder Ordner) während der Ausführung einer Aktionsliste über die Skriptsteuerung angezeigt werden sollen oder nicht. Mit "errmsg=1" werden die Fehlermeldungen angezeigt, mit "errmsg=0" werden die Fehlermeldungen unterdrückt. Falls Sie diesen Parameter nicht angeben, wird als Default-Wert "1" verwendet und Fehlermeldungen werden entsprechend ausgegeben.

FasterFiles.exe -cl aktionsliste.ffal errmsg=0

In diesem Beispiel führen wir die in der Datei "aktionsliste.ffal" gespeicherte Aktionsliste aus und unterdrücken dabei alle möglicherweise während der Ausführung auftretenden Fehlermeldungen durch die Nutzung des Parameters "errmsg=0".