Pipette
Farblexikon F-G
Farben
Farben beziehungsweise Farbreize unterscheiden sich durch die Zusammensetzung des
Lichts unterschiedlicher Wellenlänge (
siehe Licht), das auf der Netzhaut auftrifft. Die Farbe ist lediglich eine Sinnesempfindung, kein physikalischer Zustand eines Objekts. Je nach Licht der Umgebung erscheint ein Objekt auch andersfarbig.
Jeder unterschiedliche Farbeindruck kann durch einen bestimmten
Farbnamen beschrieben werden. Um diese Unterschiede aber genauestens definieren zu können, wurden
Farbmodelle entwickelt, in denen Farben numerische Werte zugewiesen werden, um diese zu klassifizieren. Optische Wahrnehmungen wie Strukturen oder Glanz werden nicht durch den Begriff "Farbe" abgedeckt.
Eine Farbe kann zum Beispiel durch ihren
Farbton, ihre
Sättigung und ihren
Hellwert beschrieben werden. Dieser Klassifizierung folgt das
HSV-Farbmodell.
Farbmischung
Es wird die
additive Farbmischung von der
subtraktiven Farbmischung unterschieden. Die
autotypische Farbmischung kombiniert die additive und die subtraktive Farbmischung. Das
RGB-Farbmodell beruht auf der additiven Farbmischung, das
CMY-Farbmodell auf der subtraktiven Farbmischung. Anhand der Farbtafel "
Grauwerte" zeigt sich eindrucksvoll der Unterschied zwischen den beiden Modellen: Im RGB-Farbmodell ergibt sich Schwarz durch 0% aller Anteile, während Schwarz im CMY-Farbmodell 100% aller Anteile nötig macht. Andersherum verhält es sich bei Weiß: Im RGB-Farbmodell erfordert Weiß 100% aller Anteile und im CMY-Farbmodell 0% aller Anteile.
Farbmodell
Das Farbmodell liefert einen Körper innerhalb dessen eine
Farbe durch einen eindeutigen Zahlenwert definiert ist. Dieser Zahlenwert wird als Farbort bezeichnet. Ein Beispiel für ein Farbmodell ist das
RGB-Farbmodell, das auf der
additiven Farbmischung basiert. Das RGB-Farbmodell kann man sich als ein Würfel beziehungsweise ein dreidimensionales Koordinatensystem vorstellen, in dem es die Rot-Achse, die Grün-Achse und die Blau-Achse gibt. Je nach Koordinate ergibt sich ein anderer Farbort und damit eine andere Farbe. Die Koordinate beziehungsweise der Farbort 0/0/0 ergäbe entsprechend Schwarz, 255/255/255 ergäbe Weiß. Eine Übersicht über die hier relevanten
Farbmodelle erhalten Sie
hier.
Farbraum
Der Farbraum enthält alle Farben eines
Farbmodells, die durch eine farbgebende Methode tatsächlich dargestellt werden können. Die farbgebende Methode beinhaltet alle Geräte und Materialien, die
Farben darstellen können, beispielsweise Monitore, Beleuchtungen oder Drucker. Jede dieser Methoden hat ihren eigenen Farbraum.
Farbtiefe
In dem hier verwendeten Kontext bedeutet die Farbtiefe die Anzahl der darstellbaren
Farben. Demnach wären bei einer Farbtiefe von 1 Bit 2^1 = 2 Farben (monochron) darstellbar, bei einer Farbtiefe von 4 Bit wären 16 = 2^4 Farben darstellbar, bei einer Farbtiefe von 8 Bit 2^8 = 256 Farben und bei einer Farbtiefe von 24 Bit wären 2^24 = 16777216 Farben (bezeichnet als True Color, Echtfarben) mit dem System darstellbar. Diese Zahl zeigt sich zum Beispiel bei der Farbcodierung
TColor. Heutige Computermonitore und Grafikkarten kommen meist mit einer Farbtiefe von 24 Bit daher, die in der Regel für realistische Darstellungen ausreichend sind. Im Film-, Druck und Scanbereich werden auch häufig Farbtiefen von 30 bis 48 Bit verwendet.
Farbton
Der Farbton ist neben der
Helligkeit (beziehungsweise der Dunkelstufe) und der
Sättigung eine der drei von Menschen als grundlegend empfundene Eigenschaft einer
Farbe. Auf diesen drei Eigenschaften beruht das
HSV-Farbmodell. Hier ist der Farbton (englisch: hue) das H, was im Programm
Pipette nachempfunden werden kann. Per Definition ist der Farbton die Eigenschaft, nach der man Farbempfindungen (zum Beispiel rot, blau oder grün) unterscheidet. Eine Farbe des gleichen Farbtons kann sowohl in seiner
Sättigung (zum Beispiel grau) als auch in seiner
Helligkeit (zum Beispiel rosa) variieren.
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